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Fachtag "Was tun gegen Antisemitismus" in Düsseldorf

26.11.2019

Am 26. November 2019 führte SABRA – Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus – gemeinsam mit dem Bildungspartner NRW eine Fachtagung zum Thema „Was tun gegen Antisemitismus? Befunde und Empfehlungen für die schulische Praxis“ mit fast 180 Teilnehmer*innen durch. Die Tagung fand in den Räumlichkeiten der jüdischen Gemeinde Düsseldorf statt und richtete sich in erster Linie an (angehende) Lehrer*innen, an der Lehrer*innenausbildung Beteiligte sowie Mitarbeiter*innen außerschulischer Lernorte.

Die Fachtagung ging den Fragen nach, wie Antisemitismus, insbesondere auch auf Israel bezogener, erkannt und antisemitischen Vorfällen in pädagogischen Kontexten professionell entgegengewirkt werden kann. Nach zwei inhaltlich dichten und praxisnahen Keynotes von Prof. Dr. Julia Bernstein von der Frankfurt University of Applied Sciences und Marina Chernivsky vom Kompetenzzentrum Prävention und Empowerment der ZWST zu Antisemitismus an Schulen und damit zusammenhängenden Lösungsansätzen, kam es auf dem Podium zu einer regen Diskussion zu Handlungsempfehlungen für die Praxis, an der unter anderem Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW sowie eine Vertreterin des Schulministeriums, teilnahmen. Anschließend konnten die Tagungsteilnehmer*innen in sieben parallel stattfindenden Workshops modellhafte Praxisbeispiele kennenlernen.  Auch zwei Mitarbeiter*innen von SABRA führten im Rahmen des Projekts MALMAD – Virtueller Methodenkoffer gegen Antisemitismus – einen Workshop durch. In diesem wurde das Konzept des Virtuelles Methodenkoffer gegen Antisemitismus vorgestellt, einzelne Methoden daraus gemeinsam durchgeführt und konzeptionell eingeordnet.

Gerade in einer Zeit, wo Antisemitismus wieder salonfähig geworden ist, freuen wir uns über die starke Resonanz und zahlreiche positive Rückmeldungen zu dieser Fachtagung. Wir hoffen, mit dieser Fachtagung einen Beitrag zu leisten, damit antisemitische Vorfälle nicht bagatellisiert, sondern Antisemitismus entschieden und kompetent entgegengewirkt wird.